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European Youth Circus 2004 - Resumee
Vorbericht ; Gruppe A ; Gruppe B ; Preisträger ; Resümee

Es ist so, wie anderswo geschrieben wurde: Wiesbaden kann stolz auf dieses Festival sein. Auch in diesem Jahr war der „European Youth Circus“ wieder ein Stelldichein herausragender junger Artisten aus ganz Europa. Die besten der besten kamen dabei wie nicht anders zu erwarten überwiegend aus den Ländern der ehemaligen UdSSR. Die dortigen Artistikschulen sind mittlerweile zu einem Quell von Innovation und Leistung geworden.

Dementsprechend gab es auf dem Festival kaum typische Circusnummern zu sehen. Die meisten der Artisten dürften ihre Zukunft im Variete sehen. Schade, aber viele der gezeigten Darbietungen mit ihren geradezu avantgardistischen bzw. träumerischen Inszenierungen a la Soleil dürften in den meisten Circusunternehmen fehl am Platz wirken. Auf dem deutschen Markt können vielleicht noch am ehesten Roncalli oder Flic Flac bei der einen oder anderen Nummer zugreifen können. Mit der Preisvergabe der Jury kann man im Großen und Ganzen auch zufrieden sein. Generell ist zu sagen, dass den Preisrichter Ausstrahlung und Publikumswirkung wichtiger waren als Leistung. Warum allerdings von Xelo und Valeriy Tkach leer ausgingen, kann ich nicht ganz nachvollziehen. Aber sei’s drum. Die Jury hatte schließlich eine sehr knifflige Aufgabe, um die sie niemand beneiden sollte. Allen kann man es nie recht machen.

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Text und Fotos: Sven Rindfleisch