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Fotogalerie der Preisträger
Fotogalerie
der übrigen Teilnehmer |
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Letztlich waren die Mädchen und Frauen die großen Gewinnerinnen des
European Youth Circus in Wiesbaden, das vom 30. Oktober bis 2. November
wieder im Sarrasani-Zelt auf dem Dern'schen Gelände inmitten der
Innenstadt über die Bühne ging: Gold, Silber und Bronze gingen bei dem
Artistikfestival in beiden Altersgruppen ausschließlich an weibliche
Teilnehmer. Regelrecht mit Preisen überhäuft wurde dabei das deutsche
Duo Elja am Trapez, welches sein Glück kaum fassen konnte: Gold von der
Jury! Den Publikumspreis! Den Preis des Tigerpalastes, verbunden mit
einem fünfmonatigen Engagement in dem Frankfurter Weltstar-Varieté! Und
den Preis des Internationalen Circusfestivals von Latina, bestehend in
einer Einladung zur Teilnahme! Die Zwillingsschwestern, ausgebildet an
der Berliner Artistenschule, werden große Varieté-Karriere machen. |
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Nicht
genug loben kann man das Engagement der Stadt Wiesbaden, die das
Festival organisiert und veranstaltet. Das ist wahrlich keine
Selbstverständlichkeit. Ob man aber den wahren Wert dieser Veranstaltung
erkannt hat? Es verwundert schon ein bisschen, dass "nur" die
Kulturdezernentin und nicht der Oberbürgermeister Schirmherr des
Festivals ist. |
  
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Ein Fragezeichen muss man hinter die
Bewertungskriterien setzen.
Nur
ein Drittel zählte die artistische Leistung der Künstler, ein weiteres
Drittel ihre Ausstrahlung und Persönlichkeit und schließlich ein Drittel
das Innovative an einer Darbietung, wie Jurysprecher und
Tigerpalast-Chef Johnny Klinke verkündete. Mit anderen Worten: Nummern
mit klassisch circensischem Verkauf (soweit sie überhaupt vertreten
waren) hatten es schwer, Darbietungen mit einer intellektuell
angehauchten Schwermut leichter. Und das bei einer Veranstaltung, die
Circus im Namen trägt und Varieté nicht! Unverständlich ist jedenfalls,
dass der sichere, ausstrahlungsstarke spanische (Boden-)Jongleur Rony
Gómez (24) leer ausging. Er stammt ebenso aus einer Circusfamilie wie
die Enoch-Junioren Edward (24) und Jimmy (18) alias „The Haddies Jr.
Jr.“ vom dänischen Nationalcircus Dannebrog mit ihrer typisch
circensischen Fahrradnummer. Sie probten in Wiesbaden noch zu
mitgebrachter CD-Musik, baten aber das Orchester kurz vor ihrem ersten
Auftritt, live zu spielen. Alle anderen Nummern arbeiteten zu Bandmusik.
Die „Haddies“ zeigten hier Mut und sorgten, „Can Can“ & Co“ sei Dank,
für Stimmung. Auch dafür gab es keinen Preis, ebenso wie für das
circuserprobte Duo Hand’z up, bestehend aus den Franzosen Julien (23)
und Mathieu (25), die mit ihrer klassisch geprägten Hand-auf-Hand-Nummer
2007 mit dem Cirque Medrano (Raoul Gibault) gereist waren.
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Pasciol Raviol und der frühere
Luftakrobat Jiri Mrazek („Duo Jirginias“) sorgten für die Regie; Raviol
führte kompetent und charmant durch die Programme. In der Jury
saßen neben Johnny Klinke die Regisseurin Masha Dimtri (Schweiz), die
Britin Carol Gandey von „Gandey Entetainment“, Circusregisseur Antonio
Giarola (Italien), Regisseur Alexander Grimailo (Russland), die Artistin
und frühere Festivalteilnehmerin Cecilia Hedlund (Schweden) sowie Frank
J. Keller vom Circus Krone. Bleibt zu hoffen, dass sich die
Verantwortlichen des Titels der Veranstaltung besinnen – „European Youth
Circus“ eben – und die nächste Auflage 2010 nicht wieder zum
Varietéfestival wird. |
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Text: Markus Moll; Fotos: Sven Rindfleisch
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