CHPITEAU.DE

Hofmeister Circus Sindelfingen 2025
www.hofmeister.de ; 67 Showfotos

Sindelfingen, 23. November 2025: Alles drin. Alles dran. Das gilt für die Weihnachtscircusse des Möbelhauses Hofmeister. In jeweils rund 60 Minuten erleben wir Akrobatik, Tierdressur und Clownerie im Ambiente eines echten Chapiteaus. Eben alles, was zu einem echten Circuserlebnis dazugehört. Schon mehrmals haben wir über die Produktionen am Standort Bietigheim berichtet, für die die Familie Michael und Andrea Sperlich („Reutlinger Weihnachtscircus“) verantwortlich zeichnet.

Dort findet auch einmal je Gastspiel eine große Spendengala mit Prominenten statt. In Sindelfingen dagegen richtet seit vielen Jahren die Familie von Stephan und Tanja Sperlich ("Circus Bonanza") den Weihnachtscircus der Hofmeisters aus. Das schmucke, rot-weiße Circuszelt der Sperlichs ist auf dem Parkplatz direkt vor dem Haupteingang des Möbelhauses aufgeschlagen. Wenn wir darauf schauen, sehen wir im Hintergrund die imposante Werbeanlage mit dem Familiennamen des Möbelhändlers. Es ist das erste Mal, dass sich für uns die Gelegenheit zum Besuch des Hofmeister Weihnachtscircus in Sindelfingen und somit für einen Bericht darüber ergibt.


Edita Mamchych, Chapiteau des Circus Bonanza bei Möbel Hofmeister, RiCo

Auf ein Vorzelt muss aus Platzgründen verzichtet werden. Dafür steht in der Front neben der Kasse ein schmucker Tonnendachwagen, an dem verschiedene Snacks, Getränke und Süßwaren angeboten werden. Hier bildet sich vor der Show eine lange Schlange von Schleckermäulern. Einen weiteren Verkaufsstand gibt es im Chapiteau selbst direkt am Eingang. Die vier Reihen Logenstühle und die Tribüne dahinter sind zum Vorstellungsbeginn an diesem Sonntagnachmittag voll besetzt. Tanja Sperlich begrüßt auf sympathische Art und Weise das Publikum und gibt die Manege frei für Edita Mamchych. Zu mitreißender Musik präsentiert die junge Frau ihre Hula-Hoop-Nummer. In dieser lässt sie die Reifen nicht nur um Arme, Rumpf und Beine kreisen, sondern jongliert ebenso mit diesen – dies in effektvoller Weise auch mit LED-beleuchteten Reifen im Dunkeln. Ein liebenswürdiger Begleiter durchs Programm ist der polnische Clown RiCo. Zunächst unterrhält er uns mit komischen Zaubereien. Mit Hasenohren auf dem Kopf und Puschelschwanz am Frack werden Ringe auf magische Weise ver- und entkettet. Und damit anders als man denkt. Passend zur Kostümierung lässt er zudem unter anderem Karotten verschwinden. Schlussendlich fallen aus einer scheinbar leeren Kiste zahllose Möhren heraus.


Mario Valdemar, Emilia Davtyan, RiCo

Schön gestaltet und in Szene gesetzt hat Mario Valdemar seine Jonglagen, denn er präsentiert sich als Barkeeper einer „American Bar“, die als silbern glänzende Kulisse aufgebaut ist. Sein einziger Gast ist seine Lebensgefährtin Emilia Davtyan, die sich längst nicht nur mit dem Platz auf dem Barhocker zufriedengibt, sondern sich als hübsche Tänzerin im knappen roten Kleid einbringt. Schnell und sicher jongliert Mario Valdemar mit vier Bällen, die er auch in kleinen Taschen am Gürtel fängt, dann ebenso mit vier Keulen sowie zum Abschluss mit fünf Exemplaren, nun aber mit solchen mit LED-Beleuchtung im abgedunkelten Zelt. In seinem zweiten Auftritt präsentiert uns RiCo mit der ansprechend gespielten Schleuderbrett-Reprise im Zusammenspiel mit einem Zuschauer einen echten Klassiker.


Sandro Montez, Duo Sunrise, Duo Valdemar

Für ein freudiges Raunen im Zelt ist gesorgt, als die Hunde von Sandro Montez in die Manege stürmen. Zwischen der Saison im Eifelpark Gondorf und dem Engagement beim Offenburger Weihnachtscircus fand der renommierte Tierlehrer Zeit für die Auftritte in Sindelfingen. In seiner gewohnt fröhlichen und rasanten Nummer zeigen seine Vierbeiner unterschiedlicher Größen insbesondere ihr Sprungvermögen. Mal springen sie durch Ringe, die Sandro Montez in der Hand hat, mal über mehrere Artgenossen und mal durch einen Reifen, den ein Artgenosse in der Schnauze hält. Eine gemeinsame Luftakrobatik an weißen Tüchern haben sich Yuriy Mamchych und Ehefrau Edita erarbeitet. „Duo Sunrise“ ist ihr Künstlername. Mal hält er sie nur mit den Händen in ihrem Nacken, mal trägt sie ihn. Dann folgen wieder Soloparts – sie im Seitspagat, er mit kraftvollem Aufwickeln –, an die sich gemeinsame Flugpassagen anschließen. Hoch hinaus geht es auch bei der Schlussnummer. Schon das Erscheinen des Todesrades durch den geschmackvollen roten Vorhang sorgt für hörbare Begeisterung im Publikum. Mit LED-Streifen ist das Requisit ansprechend gestaltet. Es ist der „Arbeitsplatz“ von Mario Valdemar und seiner Mutter Rosie. Sie wagt sich auch auf die Außenseite des langsam rotierenden Rades und läuft dort eine Runde. Für die Aktionen in höherer Geschwindigkeit ist Mario verantwortlich. Seilspringen und hohe Sprünge gehören dazu, ebenso wie der Aufschwung außen am Rad wie auch ein Salto innerhalb eines der beiden Kessel. So freundlich, wie Tanja Sperlich das Publikum begrüßt hat, verabschiedet sie es auch wieder am Ende dieser schönen und abwechslungsreichen Vorstellung.

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Text: Markus Moll; Fotos: Tobias Moll