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Er liegt in der Nähe großer
Einkaufsmärkte am Stadtrand und nicht zentral wie der
Volksfestplatz. Die Form des recht unebenen Geländes und die
Zufahrtssituation machen einen etwas ungewöhnlichen Aufbau
erforderlich. Dennoch wird ein großes, rot-weißes
Viermast-Chapiteau mit Vorzelt errichtet, um das sich der
Wagenpark gruppiert. Markant ist die Kasse mit ihren
Leuchtschriften.
  
Moskauer Circus in
Crailsheim
Wie wir es vom Moskauer Circus
kennen, nimmt das Ensemble mit einem temperamentvollen
Eröffnungstanz Bezug zur russischen Folklore. Ein weiterer
Fixpunkt in den Programmen des Unternehmens ist die Strapatenkür
von Oleksandr Mak-Frank.
  
Oleksandr Mak-Frank, Pom Pom,
Salvi Tonito
Im fluoreszierenden Kostüm
zelebriert der junge Mann kraftvolle Posen und gewagte Abfaller,
wickelt sich betont langsam auf und ab. Dazu interagiert er
offensiv mit dem Publikum, lässt seinen Charme spielen. Seit
vielen Jahren nicht mehr in einer Manege angetroffen haben wir
Clown Pom Pom, mit bürgerlichem Namen László Szabó. Umso mehr
haben wir uns über das Wiedersehen gefreut. Mit Sturmfrisur,
roter Nase, bunter Weste, Ringelsocken und zu großen Schuhen
verkörpert er noch das Bild eines traditionellen Spaßmachers.
Mit einem großen Karton bepackt entert er das Circuszelt und
animiert die – leider nur in überschaubarer Zahl erschienenen –
Zuschauer mit einem Klatschspiel. Nicht mehr mit dem Moskauer
Circus unterwegs ist die große Truppe Tonito, die noch im
vergangenen Jahr mit Artistik auf dem Trampolin und einer
Illusionsshow zu erleben war. Verblieben sind einzelne
Mitglieder der Familie, und so zeigt Salvi Tonito seine Balancen
auf dem Drahtseil. Die Trickfolge umfasst beispielsweise den
Sprung durch einen mit Messern gespickten Reifen sowie den
Rückwärtssalto.
  
Pom Pom und Pompi,
Latoya Mak-Frank, Duo Madison
In einigen seiner Szenen erhält
Pom Pom Unterstützung von Clownin Pompi, verkörpert von seiner
Lebensgefährtin Erika Szemerdák. So werden die beiden beim Fegen
der Manegenkästen von einem Requisiteur geneckt und „bestatten“
eine von ihnen erlegte Fliege. Doch das Insekt erwacht zu neuem
Leben. Es ist heute fast schon eine Rarität, wieder einmal eine
traditionelle Vertikalseilnummer zu erleben. Hier hat sich die
junge Direktionstochter Latoya Mak-Frank für dieses Genre
entschieden. Begleitet von treibender Musik wagt sie
verschiedene rasante Wirbel an Schlaufen, dies auch kopfüber. Zu
den stärksten Nummern im Programm gehören die Antipodenspiele
von Marisa Tonito und ihrer Tochter Madison als Duo Madison.
Dabei werden von Marisa Tonito fünf große Bälle mit den Füßen
jongliert und von Madison Tonito vier Teppiche kreisen gelassen.
Marisa Tonito bugsiert einen Ball über fünf Plattformen an einer
Metallstange in den Korb am oberen Ende. Die Stange ist an ihren
Füßen befestigt. Gemeinsame Sache machen Mutter und Tochter beim
Schlusstrick. Madison steht im Schulterstand auf den Füßen von
Marisa Tonito. So lassen beide gemeinsam fünf Teppiche auf
Händen und Füßen fliegen. Mit einer weiteren, amüsanten Episode
leiten Pom Pom und Pompi in die Pause über.
  
Alexandra Kopecká, Pom Pom
mit Zuschauerin, Oleksandr Mak-Frank
Alexandra Kopecká demonstriert am
Luftring Kraft und Beweglichkeit, begleitet von einem
romantischen Lovesong. Pom Poms wohl bekannteste Szene ist seine
pantomimische „Autofahrt“, bei der ihn eine hübsche Dame aus dem
Publikum begleiten darf. Nachdem das aus zwei Stühlen bestehende
Fahrzeug zwischenzeitlich „defekt“ ist, wechselt die Begleiterin
ans Steuer. Mit klassischer Equilibristik zu Michael Bublés „It’s
a new day“ überzeugt im Anschluss noch einmal Oleksandr
Mak-Frank. Zunächst arbeitet er stilvoll im roten Anzug und mit
Hut, dann legt er Sakko und Weste ab und präsentiert – wie schon
an den Strapaten – den freien Oberkörper. Im letzten Teil seiner
Nummer drückt er seine Handstände auf einer hohen Stange. Der
sympathische Künstler wirkt jederzeit voll motiviert und mit dem
Herzen bei der Sache.
  
Manu Frank und Pom
Pom, Marlon Michael, Pom Pom mit Zuschauer
Ein weiteres Mal für Heiterkeit
sorgt Pom Pom beim Duell mit einem Mitspieler aus den
Zuschauerreihen. Den Höhepunkt der Vorstellung liefert die
vierköpfige Flugtrapez-Formation „The Flying Michaels", bestehend
aus zwei Herren und zwei Damen. Unter ihnen ist Marlon Michael,
den wir als herausragend eleganten Flieger unter anderem
jahrelang im Saisonprogramm des Circus Krone erleben durften.
Nun hat er die Position gewechselt und agiert als Fänger. Doch
am Ende der Darbietung ist wiederum er es, der den
wirkungsvollen Kopfüber-Sturz aus der Kuppel wagt, nach dem
Aufprall im Netz und einem Salto die Trapezstange erreicht und
von dort aus zur Plattform schwingt. Natürlich dürfen auch bei
den „Flying Michaels“ Klassiker des Genres wie Dreifacher und
Passage nicht fehlen. Ein letztes Mal gehört die Manege Pom Pom
und Partnerin. Außergewöhnlich ist die Geschichte, in der Pom
Pom scheinbar um die Dame seines Herzens buhlt, letztendlich
aber nur eine Straßenlaterne kaufen möchte. |